Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

Mit 23.11.2020 wurden zwei Richtlinien über maßgebliche öffentliche Unterstützungen zur Bewältigung der Corona-Krise veröffentlicht, deren wesentlichen Inhalt wir Ihnen nachfolgend vorstellen:

  1. Richtlinie zum Umsatzersatz
  2. Richtlinie zum Fixkostenzuschuss 800.000
  1. Lockdown-Umsatzersatz

Die Bundesregierung hat in Folge der mäßigen Wirkungen des sog. „lockdown-light“ mit der Notmaßnahmenverordnung – COVID-19-NotMV, den zweiten harten lockdown umgesetzt, mit dem unter anderem maßgebliche Einbußen für die von der Verordnung direkt betroffenen Unternehmen verbunden sind.

Zur Sicherung der Überlebensfähigkeit wurde nunmehr die Verordnung des Bundesministers für Finanzen gemäß § 3b Abs. 3 des ABBAG-Gesetzes betreffend Richtlinien über die Gewährung eines Lockdown-Umsatzersatzes durch die COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) (VO Lockdown-Umsatzersatz) erlassen und damit die neuen Richtlinien zum Lockdown-Umsatzersatz veröffentlicht:
Der neue Lockdown-Umsatzersatz schließt nunmehr auch jene Betriebe ein, die aufgrund der Notmaßnahmenverordnung von den erweiterten Betriebsschließungen betroffen sind.
Weiters wird der Zeitraum des Umsatzersatzes für alle betroffenen Unternehmen auf den 6. Dezember 2020 ausgeweitet.

WER ist anspruchsberechtigt?

Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, die unmittelbar von der

  1. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung (COVID-19-SchuMaV) oder von der
  2. COVID-19-NotMV, also der Notmaßnahmenverordnung bis zum 6.12.2020

direkt betroffen sind und

  1. Sitz oder Betriebsstätte in Österreich haben und
  2. eine operative Tätigkeit in Österreich ausüben, die zu steuerpflichtigen Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Tätigkeit führen

Hinweis: zusätzliche Voraussetzungen bzw. Ausnahmen (Mißbrauch, Finanzstrafen etc.) werden in der Richtlinie angeführt!

In der Richtlinie werden jene Branchen nach dem Branchenbegriff nach ÖNACE angeführt werden, die zum Umsatzersatz zugelassen werden.

Wir empfehlen daher, die richtige Zuordnung in den Stammdaten zu prüfen.

siehe auch: https://www.bmf.gv.at/public/informationen/informationen-coronavirus/infos-umsatzersatz.html

Folgende Branchen sind u.a. jedenfalls anspruchsberechtigt:

  • Hotellerie
  • Gastronomie
  • Freizeitbereich (Fitnessstudios, Schwimmbäder, Kinos, Freizeit- und Vergnügungsparks )
  • Veranstaltungsbereich
  • Kulturbereich
  • Reisebüros und Reiseveranstalter
  • Einzelhandel mit Waren verschiedener Art
  • Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf (in Verkaufsräumen)
  • Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren (in Verkaufsräumen)
  • Handel mit Kraftwagen
  • Frisör- und Kosmetiksalons
  • Schlankheits- und Massagezentren
  • sonstige körpernahe Dienstleistungen (mit Ausnahmen)

WER ist vom Umsatzersatz ausgeschlossen?

  • Unternehmen in der Insolvenz, ausgenommen im Sanierungsverfahren
  • Unternehmen, die im Betrachtungszeitraum Mitarbeiter kündigen
  • neu gegründete Unternehmen, die vor dem 1. November 2020 noch keine Umsätze erzielt haben.
  • Antragsteller, die nicht im Sinne des Umsatzsteuergesetzes 1994 (UStG 1994), BGBl 1994/663, unternehmerisch tätig sind;

WIE erfolgt die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt über FinanzOnline, d.h. bei Bedarf durch den beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter.

Um die Bearbeitung unbürokratisch und rasch vollziehen zu können, wird auf Basis der vorhandenen abgabenrechtlichen Daten eine vollautomatische Berechnung durchgeführt

       DER UMSATZERSATZ IST BIS ZUM 15.12.2020 zu beantragen!

  • Unternehmen, die bereits vor Inkrafttreten der Notmaßnahmenverordnung einen Antrag auf Umsatzersatz gestellt haben, sind auch antragsberechtigt
  • Sofern bereits ein Antrag auf Umsatzersatz gestellt wurde, muss für den erweiterten Betrachtungszeitraum kein neuer Antrag gestellt werden, ein Differenzbetrag wird „automatisch“ ermittelt und an den Unternehmer ausbezahlt
  • Auf Verlangen der COFAG oder Finanzverwaltung sind Auskünfte zu erteilen und Unterlagen vorzulegen, wenn die automatisierte Plausibilisierung der Antragsangaben Zweifel an deren Richtigkeit aufkommen lässt

EMPFEHLUNG: prüfen Sie die Angaben eines allenfalls bereits beantragten Umsatzersatzes vor Inkrafttreten der COVID-19-Notmaßnahmenverordnung und bringen Sie gegebenenfalls einen neuen Antrag ein!

WELCHER BETRACHTUNGSZEITRAUM gilt für den Umsatzersatz?

  1. jene Unternehmer, die bereits von der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung betroffen waren, erhalten den Umsatzersatz ab November 2020 bis einschließlich 6. Dezember 2020.
  2. Unternehmer, die von der nachfolgenden COVID-109-Notmaßnahmenverordnung direkt betroffen sind, erhalten den Umsatzersatz für den Zeitraum 17. November 2020 bis einschließlich 6. Dezember 2020

WIE HOCH ist der geplante Umsatzersatz?

Der Umsatzersatz beträgt grundsätzlich 80% der Umsätze des Vergleichszeitraumes im Vorjahr, maximal jedoch EUR 800.000,00 abzüglich anzurechnender sonstiger Förderungen.

Der Mindestumsatzersatz beträgt EUR 2.300,00.

Für den Einzelhandel gibt es eine „nach Branchen typisierten Betrachtungsweise“ und ein Umsatzersatz von 20%, 40% oder 60%, je nach branchentypischem Rohertrag, Verkaufbarkeit der Ware und beobachteten Nachzieheffekten.

Hierzu wurde folgender Anhang veröffentlicht:

 ÖNACE Bezeichnung
G4511 Handel mit Kraftwagen <=3,5t – 20%
G4519 Handel mit Kraftwagen >3,5t – 20%
G4532 EH – Kraftwagenteile und –zubehör – 20%
G4540 Handel und Reparatur v. Krafträdern  – 20%
G4719 Sonst. EH mit Waren verschiedener Art  – 40%
G4741 EH – Datenverarbeitungsgeräte – 40%
G4742 EH – Telekommunikationsgeräte – 20%
G4743 EH – Unterhaltungselektronik – 20%
G4751 EH – Textilien – 40%
G4752 EH – Metallwaren und Baubedarf – 40%
G4753 EH – Vorhänge, Teppiche und Tapeten – 40%
G4754 EH – Elektr. Haushaltsgeräte – 20%
G4759 EH – Möbel und Einrichtungsgegenstände – 20%
G4761 EH – Bücher – 40%
G4762 EH – Zeitschriften und Bürobedarf – 40%
G4763 EH – Bespielte Ton- und Bildträger – 40%
G4764 EH – Fahrräder und Sportartikel – 40%
G4765 EH – Spielwaren – 40%
G4771 EH – Bekleidung – 60%
G4772 EH – Schuhe und Lederwaren – 60%
G4775 EH – Körperpflegemittel – 40%
G4776 EH – Blumen, Pflanzen und lebende Tiere – 60%
G4777 EH – Uhren und Schmuck – 40%
G4778 Sonst. EH in Verkaufsräumen – 40%
G4779 EH – Antiquitäten und Gebrauchtwaren – 40%
G4782 EH – Bekleidung an Verkaufsständen – 60%
G4789 EH – Sonst. Güter an Verkaufsständen – 40%

Hinweis: Im Antrag ist jene Kategorie auszuwählen, in der mehrheitlich Handelsumsätze erwirtschaftet werden.

ABLAUF:

Antragstellung über FinanzOnline — Rückmeldung über Finanz Online — Plausibilisierung — eventuell ergänzende Auskünfte und Unterlagen — Auszahlung

Berechnungsschema:

Umsatz des Vergleichszeitraumes November 2019 (oder alternative Vergleiche)

abzüglich nicht direkt betroffene Umsatzbereiche

= Zwischensumme

dividiert durch 30 und multipliziert mit den Tagen des Betrachtungszeitraumes

= Bemessungsgrundlage

multipliziert mit %-Satz (20%, 40%, 60% oder 80%)

= Umsatzersatz

WIE werden die Vorjahresdaten ermittelt?

Die Vergleichsdaten können auf vier Arten ermittelt werden:

  1. Umsätze laut UVA November 2019 oder 4. Quartal 2019 / 3 (primäre Berechnung)
  2. Summe der in der letzten rechtskräftig veranlagten Umsatzsteuer-Jahreserklärung angegebenen Umsätze, sofern diese Umsatzsteuer-Jahreserklärung die Veranlagung 2019, 2018, 2017 oder 2016 betrifft, dividiert durch zwölf;
  3. Summe der in der letzten rechtskräftig veranlagten beziehungsweise festgestellten Körperschaftsteuer-, Einkommensteuer- oder Feststellungserklärung angegebenen Umsatzerlöse, sofern die jeweilige Steuererklärung die Veranlagung beziehungsweise Feststellung 2019, 2018, 2017 oder 2016 betrifft, dividiert durch zwölf;
  4. die Summe der in den UVA 2020 bekanntgegebenen Umsätze dividiert durch die Anzahl der Monate, die von den UVA umfasst sind.

erzielt das Unternehmen auch Umsätze, die nicht direkt von den Einschränkungen betroffen sind (z.B. Gastronomie mit Lebensmittelhandel), so ist der direkt betroffene Anteil  zu schätzen und bei der Beantragung bekannt zu geben! Die Schätzung hat dabei mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers zu erfolgen

WAS ist sonst zu beachten?

  • Die Antragsinformationen, die Auszahlungshöhe und die Voraussetzungen werden im Nachhinein kontrolliert.
  • Der Umsatzersatz ist grundsätzlich nicht rückzahlbar, außer es wird im Rahmen von Kontrollen Mißbrauch festgestellt

ACHTUNG: mit dem Umsatzersatz verbunden ist die Abgabe einer Arbeitsplatzgarantie seitens des Unternehmers, die wiederum mit der Kurzarbeitsbeihilfe „abgefedert“ werden kann

KANN der Umsatzersatz auch gemeinsam mit dem Fixkostenzuschuss, Kurzarbeitsbeihilfe und anderen Unterstützungen beantragt werden?

Der Fixkostenzuschuss kann von betroffenen Betrieben, wie auch die Kurzarbeitsunterstützung, unabhängig vom Umsatzersatz beantragt werden.

Der Fixkostenzuschuss kann jedoch nicht für jenen Zeitraum beantragt werden, für den ein Umsatzersatz gewährt wird.

Fixkostenzuschuss 800.000

Der Fixkostenzuschuss 800.000 darf als Nachfolgeunterstützung zum FKZ I betrachtet werden. Der Fixkostenzuschuss kann ab sofort (23.11.2020) beantragt werden.

WER ist anspruchsberechtigt?

Grundvoraussetzungen:

  • Sitz oder Betriebstätte in AUT
  • operative Tätigkeit in AUT, die zu betrieblichen Einkünften führt
  • Umsatzausfall im Betrachtungszeitraum von mindestens 30%
  • errechneter Beihilfenbetrag muss mindestens 500 EUR betragen

Ausschlussgründe:

  • Mißbrauch in den letzten 3 Jahren
  • in den letzten 5 Jahren von Abzugsverbot gem. § 12 Abs 1 Z 1 KStG oder § 10a KStG betroffen
  • kein Sitz oder Niederlassung in nicht kooperativen Ländern
  • keine Vorsatz-Finanzstrafe über EUR 10.000 in den letzten 5 Jahren
  • kein Insolvenzverfahren anhängig oder Voraussetzung dafür gegeben, ausgenommen Sanierungsverfahren
  • Unternehmen ist nicht in Schwierigkeiten (UiS), ausgenommen Klein- oder Kleinstunternehmen (aber: de minimis Grenzen)
  • Schadensminderungsmaßnahmen wurden gesetzt

wesentliche Ausnahmen vom FKZ:

  • beaufsichtige Rechtsträger des Finanzsektors
  • Einrichtungen der Gebietskörperschaften oder von sonstigen Einrichtungen öffentlichen Rechts
  • neu gegründete Unternehmer, die vor dem 16.9.2020 noch keine Umsätze erzielt haben
  • Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalent), die im Betrachtungszeitraum mehr als 3% der MA gekündigt haben, abstelle Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen
  • Unternehmen, die Zahlungen aus dem NPO Unterstützungsfonds beziehen

WAS sind Fixkosten?

Geschäftsraummieten und Pacht (inkl. Standplätze und Verkaufsstellen)
Absetzung für Abnutzung (Afa), wenn das Wirtschaftsgut vor dem 16.9.2020 angeschafft wurde oder vor dem 16.9.2020 bestellt und vor dem Betrachtungszeitraum in Betrieb genommen wurde
„fiktive“ Afa für bewegliche Wirtschaftsgüter ,die sich nicht im Eigentum des Unternehmers befinden, ABER: keine Doppelberücksichtigung
betriebliche Versicherungsprämien
Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
Leasingraten
betriebliche Lizenzgebühren, außer innerhalb von Konzernen
Aufwendungen für Telekommunikation sowie Aufwendungen für Strom-, Gas- und andere Energie- und Heizungskosten
Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware, sofern diese aufgrund der COVID19-Krise mindestens 50% des Wertes verliert
ein angemessener Unternehmerlohn: als Unternehmerlohn nach Abzug der Nebeneinkünfte dürfen jedenfalls EUR 666,66, höchstens aber EUR 2.666,67 pro Monat angesetzt werden
Aufwendungen bis zu einem Betrag von höchstens EUR 2.666,67 pro Monat für Geschäftsführerbezüge eines Gesellschafter-Geschäftsführers, außer ASVG- versicherte Geschäftsführer
Personalaufwendungen, die ausschließlich für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen anfallen, abzüglich zuordenbarer staatlicher Zuschüsse
Personalaufwendungen, die unabhängig von der Auslastung anfallen, in dem Ausmaß, in dem sie unbedingt erforderlich sind, um einen Mindestbetrieb zu gewährleisten und eine vorübergehende Schließung des Unternehmens zu vermeiden
Kosten iZm dem Einschreiten des Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Bilanzbuchhalters bis zu EUR 1.000, wenn ein FKZ von weniger als EUR 36.000 beantragt wird
Endgültig frustrierte Aufwendungen (Vorbereitungshandlungen vom 2.6.2019 bis 15.3.2020)
Aufwendungen für sonstige vertragliche betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen

Fixkosten, die zwischen verbundenen Unternehmen verrechnet werden, sind nur bei Fremdüblichkeit und Angemessenheit anzuerkennen, wenn sie auch vor dem 16.3.2020 verrechnet wurden

Erhaltene Versicherungsleistungen, die diese Fixkosten abdecken oder Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz kürzen den FKZ

 WELCHE Betrachtungszeiträume können gewählt werden?

Die Richtlinie definiert 10 Betrachtungszeiträume: der erste Zeitraum umfasst den 16.9.2020 bis 30.9.2020, danach folgen die Monate Oktober 2020 bis Juni 2021 als einzelne monatliche Betrachtungszeiträume.

Einschränkungen:

  • es können maximal zwei zusammenhängende Blöcke gewählt werden
    • Beispiel:
      • Block 1: Oktober 2020 bis Dezember 2020
      • Block 2: Juni 2021
    • wurde für den November 2020 der Umsatzersatz in Anspruch genommen, kann für November 2020 kein FKZ beantragt werden
    • wird für einen Teil des November 2020 der Umsatzersatz in Anspruch genommen, so wird für diese Tage der FKZ linear gekürzt

Der Umsatzersatz ist immer vor dem FKZ 800.000 zu beantragen!

WIE wird der Umsatzausfall ermittelt?

Umsatzausfall = Umsatz des Betrachtungszeitraumes / Umsatz Vergleichszeitraumes 2019

WIE hoch ist der Fixkostenzuschuss 800.000?

Fixkostenzuschuss = errechnete Fixkosten x prozentueller Umsatzausfall

 Pauschalregelung: Unternehmer, die im zum Zeitpunkt der Antragsstellung letztveranlagten Jahr weniger als EUR 120.000 an Umsatz erzielt haben und die die überwiegende Einnahmequelle des Unternehmers darstellen, können den FKZ 800.000 in pauschalierter Form ermitteln. Bei der pauschalierten Ermittlung sind als zu gewährender FKZ 800.000 30% der ermittelten Umsatzausfälle anzusetzen; es kann bei der pauschalierten Ermittlung jedoch höchstens ein FKZ 800.000 in Höhe von EUR 36.000 gewährt werden.

Deckelung: der max. FKZ beträgt EUR 800.000, allerdings unter Anrechnung folgender Beihilfen:

  • Lockdown-Umsatzersatz
  • zum Zeitpunkt der Antragstellung aufrechte Haftungen im Ausmaß von 100% für Kredite zur Bewältigung der COVID-19 Krise
  • Zuwendungen von Bundesländern3 , Gemeinden oder regionalen Wirtschafts- und Tourismusfonds, die in Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Schaden aufgrund der COVID-19 Krise geleistet wurden.

WIE erfolgt die Beantragung und Auszahlung?

  • Antrag ausschließlich über FinanzOnline
  • Beantragung über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter mit Vollmacht, außer
    • erwarteter Zuschuss > 36.000 EUR
    • erwarteter Zuschuss > 36.000 EUR , aber max. 100.000 EUR, dann nur Bestätigung der Plausibilität durch den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter
  • Auszahlung in 2 Tranchen:
    • Die erste Tranche umfasst 80% des voraussichtlichen FKZ 800.000. Sie kann frühestens ab 23. November 2020 und muss spätestens bis 30. Juni 2021 beantragt werden
    • Die Auszahlung der zweiten Tranche kann frühestens ab 1. Juli 2021 und muss bis spätestens 31. Dezember 2021 beantragt werden. Mit ihr kommt der gesamte noch nicht ausbezahlte FKZ 800.000 zur Auszahlung. Zugleich sind gegebenenfalls notwendige Korrekturen zur ersten Tranche vorzunehmen
  • bestmögliche Schätzung für die 1. Tranche

Welche Verpflichtungen übernimmt der Antragsteller?

bestmögliche Erhaltung der Arbeitsplätze
Anpassung der Entnahmen und Ausschüttungen vom 16.3.2020 bis 31.12.201 an die wirtschaftlichen Verhältnisse
Erteilung sämtlicher Auskünfte und Vorlage von Unterlagen, sowie Einrämung des Rechts auf jederzeitige Prüfung durch das BMF
Rückzahlung einer Differenz aufgrund einer Überprüfung
Bekanntgabe von Änderungen von die Zuschussgewährung maßgeblicher Verhältnisse
DSGVO-Bestätigung

 

Information vom 06.11.2020:

Wir dürfen berichten, dass nunmehr die Richtlinie zum angekündigten Umsatzersatz für vom aktuell geltenden „lock-down“ betroffene Unternehmen veröffentlicht wurde. Anbei fassen wir die wesentlichen Inhalte der Richtlinie für Sie zusammen:

  1. Begünstigte Unternehmen (wesentliche Bestimmungen):
  • Sitz oder Betriebstätte in Österreich
  • operative Tätigkeit in Österreich, welche zu betrieblichen Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Tätigkeit  führt
  • Betroffenheit von der COVID-19-SchuMaV, das sind vor allem
    • Gastgewerbebetrieb
    • Hotellerie
    • Sportstätten
    • Seil- und Zahnradbahnen
  • in den letzten drei veranlagten Jahren lag kein rechtskräftig festgestellter Mißbrauch nach § 22 BAO von mindestens EUR 100.000 vor
  • das Unternehmen war in den letzten 5 Jahren nicht vom Abzugsverbot des § 12 Abs 1 Z 10 KStG von mehr als EUR 100.000 oder von den Bestimmungen des § 10a KStG betroffen
  • über den Antragsteller oder dessen geschäftsführende Organe darf in den letzten 5 Jahren keine rechtskräftige Finanzstrafe aufgrund von Vorsatz (Ausnahme Finanzordnungswidrigkeit oder maximal EUR 10.000,00 Strafe) verhängt worden sein

nicht begünstigt sind:

  • Unternehmen in der Insolvenz, Ausnahme Sanierungsverfahren
  • beaufsichtigte Unternehmen des Finanzsektors
  • nicht unternehmerisch tätige Vereine
  • Unternehmen, die vom 3.11.2020 bis zum 30.11.2020 Mitarbeiter kündigen
  • Jungunternehmern, die vor dem 1.11.2020 noch keine Umsätze hatten
  • Privatzimmervermieter und Land- und Forstwirte
  1. Betrachtungszeitraum und Höhe des Umsatzersatzes:
  • Betrachtungszeitraum ist der November 2020
  • die Höhe des Umsatzersatzes entspricht 80% des Vorjahresumsatzes (siehe unten), jedoch maximal EUR 800.000,00
  • Mindestauszahlung EUR 2.300,00 (mit Ausnahmen)
  • Unternehmen in Schwierigkeiten können maximal EUR 200.000,00 beantragen, es sei denn, es handelt sich um Klein- und Mittelbetriebe, die keinem Insolvenzverfahren unterliegen
  • Berechnung des Vorjahresumsatzes:
  1. der gemäß UVA übermittelte Vorjahresumsatz des Monats November 2019 oder der übermittelte Quartalsumsatz des 4. Quartal 2019 dividiert durch 3
  2. die Summe der letzten Umsätze laut Jahreserklärung, dividiert durch 12 (Jahre 2016 bis 2019)
  3. die Summe der in den letzten in den KÖST- oder ESt-Erklärungen veranlagten Umsatzerlöse, dividiert durch 12 (Jahres 2016 bis 2019)
  4. die Summe der in den UVA 2020 bekanntgegebenen Umsätzen , dividiert durch die Anzahl der Monate
  • wenn möglich, wird der Umsatzersatz bzw. die Basis nach Variante a. berechnet, ansonsten nach Variante b. und c., wobei davon die vorteilhaftere Variante herangezogen wird
  • bei Neugründungen werden die bereits bekannt gegebenen Monate als Basis herangezogen
  1. Mischbetriebe:
  • Unternehmen, die sowohl in „begünstigten“ wie auch nicht begünstigten Branchen Umsätze erzielen, haben die vom Umsatzersatz betroffenen Umsätze zu schätzen und entsprechend bekannt zu geben.

 

  1. nicht aussagekräftige Informationen:
  • beim Fehlen aussagekräftiger Informationen bzw .Daten tritt die COFAG mit dem Unternehmen in Kontakt und kann die Daten korrigieren
  • generell können sie seitens der COFAG ermittelten Daten durch eine Bestätigung des Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters binnen 2 Wochen ab dem Schreiben der COFAG „abgeändert“ werden

 

  1. Antragstellung und Antragsprüfung:
  • Beantragung ab 11.2020 bis 15.12.2020
  • Antrag ausschließlich über FinanzOnline mit Angabe aller sonstigen zu berücksichtigenden COVID-19 Zuwendungen (siehe unten)
  • Antragstellung über den Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Bilanzbuchhalter möglich
  • Plausibilisierung auf Basis der vorhandenen Daten der Finanzverwaltung – bei Zweifel erfolgt eine Antragsprüfung

 

  1. anzurechnende Förderungen

anzurechnende Förderungen sind

  • 100% Haftungen der ÖHT und des AWS
  • Zuwendungen von Bundesländern, Gemeinden oder regionalen Wirtschafts- und Tourismusfonds iZm der Coronakrise
  • gewisse Förderungen aus dem NPO-Fonds
  • NICHT: Fixkostenzuschüsse aus der Phase I

 

  1. Hinweise:

für die Antragstellung sind vor allem folgenden Informationen bereit zu stellen:

  • Antragsteller
  • IBAN des Antragstellers
  • erhaltene und anzurechnende Zuschüsse und Hilfestellungen
  • Anteil des zu berücksichtigenden Umsatzes bei Mischbetrieben

Aufgrund der steigenden Infektionen hat die Bundesregierung im Rahmen einer aktuellen COVID-19 Verordnung Maßnahmen gesetzt, die für viele Unternehmen weitreichende Konsequenzen haben werden. Durch die verordneten Betretungsverbote bis 30.11.2020 wird es zu erheblichen Belastungen für die betroffenen Branchen kommen, denen mit folgenden Unterstützungen begegnet werden soll:

A. Umsatzersatz von bis zu 80%

Die Bundesregierung wird in Kürze eine für den Umsatzersatz geltende Richtlinie erlassen, in der die genauen Voraussetzungen für den Umsatzersatz geregelt werden.

WER ist anspruchsberechtigt?

Anspruchsberechtigt werden Unternehmen sein, die unmittelbar von der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung (COVID-19-SchuMaV) hinsichtlich ihres Umsatzes schwer betroffen sind.

In der Richtlinie werden jene Branchen nach dem Branchenbegriff nach ÖNACE angeführt werden, die zum Umsatzersatz zugelassen werden.

Es empfiehlt sich daher, die richtige Zuordnung in den Stammdaten zu prüfen.

siehe auch:
https://www.usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/lexikon/51759.html

Folgende Branchen werden u.a. jedenfalls anspruchsberechtigt sein:

  • Hotellerie
  • Gastronomie
  • Freizeitbereich (Fitnessstudios, Schwimmbäder, Kinos, Freizeit- und Vergnügungsparks)
  • Veranstaltungsbereich
  • Kulturbereich

WIE erfolgt die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt über FinanzOnline, d.h. bei Bedarf durch den beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter.

Um die Bearbeitung unbürokratisch und rasch vollziehen zu können, ist geplant, auf Basis der vorhandenen abgabenrechtlichen Daten eine vollautomatische Berechnung durchführen zu können

DER UMSATZERSATZ IST BIS ZUM 15.12.2020 zu beantragen!

WIE HOCH ist der geplante Umsatzersatz?

Der auf Basis der vorhandenen Umsatzdaten der Vergangenheit automatische errechnete Umsatzersatz soll 80% des Umsatzes ausmachen. Als Basisumsatz wird der Istumsatz des Vergleichszeitraumes des Vorjahres herangezogen.

Beispiel:

Umsatz netto November 2020                                  EUR 100.000,00
Umsatzersatz für Ausfall November 2021                EUR 80.000,00

Die Auszahlung soll binnen einer Woche ab Antragstellung erfolgen, wobei es in der Anfangsphase uU zu Verzögerungen kommen kann.

Antragstellung über FinanzOnline – Rückmeldung über FinanzOnline – automatische Berechnung – Auszahlung

  • für neu gegründete Unternehmen, bei denen noch keine Vorjahresdaten vorliegen, werden aller Voraussicht nach plausible Plandaten als Basis für den Umsatzersatz dienen.
  • im Falle fehlender Vergleichbarkeit von Vorjahresdaten wird es angepasste Berechnungsmethoden geben

Die Auszahlungshöhe ist aufgrund beihilfenrechtlicher Vorgaben mit EUR 800.000,00 begrenzt, wobei bereits erhaltene Beihilfen aus anderen COVD-Maßnahmen auf diesen Betrag anzurechnen sind. Dies können z.B. Kurzarbeitsunterstützungen, Fixkostenzuschüsse u.ä. sein.

WAS ist sonst zu beachten?

  • Die Antragsinformationen, die Auszahlungshöhe und die Voraussetzungen werden im Nachhinein kontrolliert.
  • Die Umsatzersatz ist grundsätzlich nicht rückzahlbar, außer es wird im Rahmen von Kontrollen Mißbrauch festgestellt
  • ACHTUNG: mit dem Umsatzersatz verbunden wird Abgabe einer Arbeitsplatzgarantie seitens des Unternehmers, die wiederum mit der Kurzarbeitsbeihilfe „abgefedert“ werden kann

KANN der Umsatzersatz auch gemeinsam mit dem Fixkostenzuschuss, Kurzarbeitsbeihilfe und anderen Unterstützungen beantragt werden?
Der Fixkostenzuschuss kann von betroffenen Betrieben, wie auch die Kurzarbeitsunterstützung, unabhängig vom Umsatzersatz beantragt werden, z.B.: für andere Zeiträume etc.

KURZARBEIT

Es ist davon auszugehen, dass es bei der aktuell geltenden Kurzarbeitsunterstützung „Phase III“ eine Adaptierung geben wird und eine Regelung, vergleichbar mit der Phase I, zum Tragen kommt – die von den angeordneten Betretungsverboten / Schließungen betroffenen Unternehmer werden im Rahmen der Kurzarbeit die Arbeitszeit auf null reduzieren können, wobei die Arbeitnehmer wieder bis zu 90% ihres Gehalts ersetzt bekommen. Wie oben erwähnt werden betroffene Unternehmen, die den Umsatzersatz beantragen, eine Arbeitsplatzgarantie abgeben müssen.

B. Sonstige Unterstützungen und Maßnahmen

Im Übrigen möchten wir auf die bereits vorgestellten Maßnahmen der Bundesregierung erinnern, insbesondere

  • Fixkostenzuschuss Phase I und II
  • COVID- 19 Investitionsprämie
  • Verlustrücktrag
  • Geltendmachung einer degressiven Afa (im Betriebsvermögen) von maximal 30% mit Ausnahmen
  • 8 Abs 1a EStG – bei erstmaliger Berücksichtigung der AfA auf Gebäude (2,5% bzw. 1,5%) beträgt diese das Dreifache und im darauf folgenden Jahr das Zweifache des jeweiligen Prozentsatzes gemäß § 8 Abs. 1 EStG
  • etc.

Zur Stärkung der Liquidität im Zusammenhang mit der CORONA-Krise hat die österreichische Bundesregierung bereits eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt.
Anbei möchten wir Sie über eine weitere Maßnahme informieren, die zusätzliche Liquidität für Unternehmen schaffen soll, die rückwirkende Verlustberücksichtigung:

A. Konjunkturstärkungsgesetz und COVID – 19 – Verlustberücksichtigungsverordnung

Bislang ist dem österreichischen Einkommensteuerrecht der Verlustrücktrag nicht bekannt. Erzielt ein Unternehmer beispielsweise im Jahr 1 einen Gewinn und im Jahr 2 einen Verlust, so ist der Gewinn des Jahres 1 der „normalen“ Ertragsbesteuerung zu unterziehen und der Verlust des Jahres 2 kann nicht mit dem Gewinn des Jahres 1 verrechnet werden.

Mit dem Konjunkturstärkungsgesetz wurde nunmehr die Möglichkeit geschaffen, Verluste aus be-trieblichen Einkünften des Jahres 2020, die bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht ausgeglichen werden können, im Rahmen der Veranlagung 2019 (oder unter bestimmten Bedingungen im Jahr 2018) zu berücksichtigen.
Unter bestimmten Voraussetzungen können im Jahr 2019 nicht ausgleichsfähige Verluste des Jahres 2020 auch in das Jahr 2018 „übertragen“ werden.
Die Voraussetzungen für den Verlustrücktrag sind:
Die Verluste müssen durch ordnungsmäßige Buchführung oder bei Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn gemäß § 4 Abs. 3 ermitteln, durch ordnungsgemäße Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, ermittelt worden sein.
Der Verlustrücktrag erfolgt auf Antrag. Wurde das betreffende Jahr bereits rechtskräftig ver-anlagt, gilt der Antrag als rückwirkendes Ereignis im Sinne des § 295a BAO.
Soweit Verluste aus der Veranlagung 2020 nicht rückgetragen werden, können sie nach Maßgabe des § 18 Abs. 6 in Folgejahren abgezogen werden (Verlustabzug). Das bedeutet, dass jene Verluste, die in den Jahren 2018 und 2019 nicht „verrechnet“ werden können, unverändert als Verlustvortrag in den Folgejahren mit Gewinnen verrechnet werden können.

Hinweis: bei Anwendung der Gruppenbesteuerung nach § 9 Körperschaftsteuergesetz kann der Ver-lustrücktrag nur vom Gruppenträger in Anspruch genommen werden.

Die COVID-19-Verlustberücksichtigungsverordnung regelt einige Details zum Thema „Verlustrücktrag“:

a. COVID-19-Rücklage:
Um bereits im Jahr 2019, d.h. bei der Veranlagung des Jahres 2019 die Möglichkeit des Verlustrücktrags in Anspruch nehmen zu können, wurde die COVID-19-Rücklage gesetzlich eingeführt.
Diese Rücklage darf als „Sonderabzugsposten“ verstanden werden, der bei der Veranlagung des Jahres 2019 auf Basis der voraussichtlichen betrieblichen Verluste des Jahres 2020 gebildet werden kann. Dadurch wird bereits vor Veranlagung des Jahres 2020 der Verlustrücktrag für 2019 ermöglicht.

Die COVID-19-Rücklage ist als „Sonderposten“ zu verstehen, sie kürzt nicht die Höhe der betrieblichen Einkünfte und damit auch nicht die SV-Bemessungsgrundlage!
Bei Mitunternehmerschaften (z.B.: OG, KG, atypisch stille Gesellschaft…) wird die Rücklage auf Ebene der Mitunternehmer, also bei der Veranlagung der Mitunter-nehmer berücksichtigt!

Wie wird die Höhe der COVID-19 Rücklage ermittelt?
Allgemeine Voraussetzung ist eine Herabsetzung der Einkommensteuervorauszahlungen 2020 aufgrund der Pandemie auf Null bzw. bei der KÖSt auf die Mindeststeuer.
Sofern diese erfolgt, gilt:
Bei sorgfältiger Schätzung der voraussichtlichen betrieblichen Verluste 2020 können maximal 60% des positiven Gesamtbetrags der betrieblichen Einkünfte 2019, allerdings gedeckelt mit
der Höhe der betrieblichen Einkünfte 2020 und
einem Gesamtbetrag von EUR 5 Mio. berücksichtigt werden
Kann die voraussichtliche Höhe der betrieblichen Verluste 2020 nicht geschätzt oder glaubhaft gemacht werden, so können maximal 30% des positiven Gesamtbetrags der betrieblichen Einkünfte 2019, allerdings gedeckelt mit einem Gesamtbetrag von EUR 5 Mio. berücksichtigt werden

Vorauszahlungen für 2020 aufgrund COVID-19 Pandemie auf Null bzw Mindest-KÖSt herabgesetzt?

NEIN- keine COVID-19 Rücklage möglich
JA – Schätzung der voraussichtlichen Verluste 2020 möglich?

JA – maximal 60% der positiven Einkünfte 2019
maximal 5 Mio und betrieblicher Verlust 2020
NEIN – maximal 30% der positiven Einkünfte 2019 maximal 5 Mio

Was geschieht mit der COVID-19-Rücklage im Jahr 2020?
Die im Jahr 2019 gebildete Rücklage ist bei der Veranlagung 2020 hinzuzurechnen – dadurch erhöht sich der Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte

Wie erfolgt die Beantragung?
Die Beantragung der Rücklage erfolgt über einen gesonderten Antrag (Formular) oder über FINANZONLINE

Was ist zu tun, wenn das Jahr 2019 bereits veranlagt wurde?
Wurde das Jahr, in dem die COVID-19-Rücklage gebildet werden soll, bereits rechtskräftig veranlagt, gilt der Antrag als rückwirkendes Ereignis iSd § 295a BAO, sodass eine neuerliche Veranlagung zu erfolgen hat.

Kann die Vorauszahlung für 2019 rückwirkend herabgesetzt werden?
Die Vorauszahlungen des Jahres 2019 können vor der Abgabe der Steuererklärungen nach § 5 der VO auf Antrag herabgesetzt werden
Die Steuer wird jenen Betrag herabgesetzt, der sich unter Berücksichtigung der CO-VID-19 Rücklage errechnet

b. Tatsächlicher Verlustrücktrag

In den meisten Fällen wird der tatsächlich mögliche Verlustrücktrag nicht mit der geltend gemachten COVID-19 Rücklage übereinstimmen. In diesen Fällen kann der tatsächlich ver-bleibende Verlust (nach Berücksichtigung der Rücklage) in das Jahr 2019 übertragen werden (bis maximal EUR 5 Mio.)

Sollte ein Teil des Verlustrücktrag nicht im Jahr 2019 „verwertbar“ sein, so kann der Restbetrag in das Jahr 2018 übertragen werden, hier gilt allerdings eine betragliche Grenze von EUR 2 Mio.

Was geschieht mit dem Verlustrücktrag im Falle einer Umgründung?
§ 8 der Verordnung regelt die Übertragung es Verlustrücktrags auf einen anderen Steuer-pflichtigen und ordnet grundsätzlich dieselben Regeln, wie sie beim Verlustvortrag gelten an.
Bei Umgründungen ist die Übertragung des Verlustrücktrages allerdings jedenfalls unzulässig!

Sollten Sie daher eine Umgründung oder Übertragung des Unternehmens planen, beachten Sie die Grundsätze der Verlustberücksichtigungsverord-nung) und diskutieren Sie die Situation mit Ihrem CONVISIO Berater!

Zusammenfassend empfehlen wir daher, gemeinsam mit Ihrem Berater die betrieblichen Einkünfte des Jahres 2020 bestmöglich abzuschätzen und abzuwägen, ob die Bildung einer COVID-19 Rücklage sinnvoll erscheint.

B. Investitionsprämie
Wir haben bereits ausführlich über die Investitionsprämie für den Zeitraum 1.9.2020 bis 28.2.2021 berichtet.
In diesem Zusammenhang dürfen wir jedoch auf eine nunmehr verankerte Einschränkung hinweisen:
Während in der Erstfassung der Richtlinie der Umfang der begünstigten Wirtschaftsgüter sehr weit gefasst war, wurde nunmehr eine Ergänzung in die RL aufgenommen, wonach nicht betriebsnotwendiges Vermögen nicht förderbar ist. Die Richtlinie bezieht sich uU auf den steuerlichen Begriff des betriebsnotwendigen Vermögens.
Inwieweit ein Wirtschaftsgut im Sinne der steuerlichen Begriffsbestimmung betriebsnot-wendig ist, ist in der Praxis nicht immer leicht festzustellen. Wenn ein Wirtschaftsgut objektiv dazu bestimmt ist, dem Betrieb zu dienen, so wird in der Regel notwendiges Betriebsvermögen vorliegen.
Diese Objektivität ist jedoch mit Rücksicht auf die „Zweckbestimmung des Wirtschaftsgutes, die Besonderheiten des Betriebes und des Berufszweiges sowie die Verkehrsauffassung“ zu sehen (VwGH 20.06.2000, 98/15/ 0169, 0170). Die Bezeichnung als „notwendiges Betriebsvermögen“ ist insoweit irreführend, als nicht unterstellt werden kann, dass Wirtschaftsgüter solcher Art für den Betrieb unentbehrlich sein müssen (unmittelbarer Betriebszweck). Es reicht vielmehr eine mittelbare Verwendung im Betrieb aus (VwGH 19.11.1974, 1298/73) (aus Petritz in Ges 2/2004).

Sprechen Sie mit Ihrem CONVISIO Berater, wenn Zweifel bestehen!

C. Sonstige Maßnahmen im Konjunkturstärkungsgesetz

Anbei seien noch einige weitere wesentliche Bestimmungen des Konjunkturstärkungsgesetz erwähnt:

a. Geltendmachung einer degressiven Afa (im Betriebsvermögen) von maximal 30% mit Ausnahmen
b. § 8 Abs 1a EStG – bei erstmaliger Berücksichtigung der AfA auf Gebäude (2,5% bzw. 1,5%) beträgt diese das Dreifache und im darauf folgenden Jahr das Zweifache des jeweiligen Prozentsatzes gemäß § 8 Abs. 1 EStG
c. Gem 12 Abs 7 EStG können nun 70% der Einkünfte (stille Reserven) aus Waldnutzungen infolge höherer Gewalt gem § 12 Abs 1 bis 6 verwendet oder gem § 12 Abs 8 einer Übertragungsrücklage zugeführt werden.
d. Erhöhung der Afa im außerbetrieblichen Bereich
e. Senken des Eingangssteuersatzes auf 20% rückwirkend ab 1.1.2020 (§ 33 Abs 1 EStG)
f. Anheben des SV-Bonus (SV-Rückerstattung für Niedrigverdiener) von EUR 300 auf EUR 400 (§ 33 Abs 8 Z 2 EStG)
g. Drei-Jahres-Verteilung für Gewinne aus der Land- und Forstwirtschaft (§ 37 Abs 4 EStG) unter Berücksichtigung der Ausnahmen und umfassenden Regelungen gem § 37 Abs 4 Z 2 bis Z 8
h. Verlängern der Anwendung des Pendlerpauschales auch bei COVID-Kurzarbeit, Telearbeit oder Dienstverhinderung bis Ende 2020 (§ 124b Z 349)
i. Anheben der Buchführungsgrenze für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf EUR 700.000 Jahresumsatz und Entfall der Einheitswertgrenze (§ 125 BAO)
j. Automatische Verlängerung der COVID-Abgabenstundungen bis 15. Jänner 2021 (§ 323c Abs. 11 bis 17), dies gilt nicht für Landes- und Gemeindeabgaben
k. Steuerfreiheit der COVID-19-Investitionsprämie (auch bei Körperschaften) (§ 124b Z 365 EStG)

 

Fixkostenzuschuss II

Nachdem nunmehr die Verordnung des Bundesministers für Finanzen betreffend Richtlinien über die Verlängerung der Gewährung von Zuschüssen zur Deckung von Fixkosten durch die COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) (VO über die Gewährung von Fixkostenzuschüssen der Phase II) veröffentlicht wurde, erlauben wir uns, die wesentlichen Punkte anbei zusammenzufassen:

 ACHTUNG: die Richtlinie gilt vorbehaltlich der noch ausständigen Genehmigung der EU-Kommission

 

ZIEL des Fixkostenzuschuss II

Der Fixkostenzuschuss II (kurz FKZ II) soll, wie bereits der Fixkostenzuschuss I der Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten von Unternehmen iZm der Ausbreitung von COVID-19 dienen.

Der FKZ II wird unabhängig von einer Beantragung eines FKZ I gewährt, eine bereits erfolgte Beantragung des FKZ I beeinflusst jedoch den maßgeblichen Beobachtungszeitraum des FKZ II (siehe später).

WAS sind Fixkosten?

  • Geschäftsraummieten und Pacht
  • Absetzung für Abnutzung („Abschreibung“), wenn Anschaffung vor dem 16.3.2020
  • „fiktive“ Absetzung für Abnutzung bei beweglichen Wirtschaftsgütern, wenn Eigentum nicht beim Antragsteller
  • betriebliche Versicherungsprämien
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, sofern diese nicht an verbundene Unternehmen als Kredite oder Darlehen weitergegeben wurden
  • Leasingraten, sofern das Wirtschaftsgut nicht aktiviert wird
  • betriebliche Lizenzgebühren, sofern die empfangende Körperschaft nicht unmittelbar oder mittelbar konzernzugehörig ist oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss desselben Gesellschafters steht
  • Aufwendungen für Telekommunikation sowie Aufwendungen für Strom-, Gas- und andere Energie- und Heizungskosten;
  • Wertverlust bei verderblicher oder saisonaler Ware, sofern diese aufgrund der COVID-19-Krise mindestens 50% des Wertes verliert (Anschaffungs- oder Herstellungskosten exkl. Gemeinkosten)
  • ein angemessener Unternehmerlohn (Basis = letztveranlagtes Jahr)bei einkommensteuerpflichtigen Unternehmen (min. EUR 666,67 und max. EUR 2.666,67 p.m. (unter Abzug von Nebeneinkünften)
  • Aufwendungen bis zu einem Betrag von höchstens EUR 2.666,67 pro Monat für Geschäftsführerbezüge eines Gesellschafter-Geschäftsführers (nicht ASVG-pflichtversichert) bei Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft
  • Personalaufwendungen, die ausschließlich für die Bearbeitung von krisenbedingten Stornierungen und Umbuchungen anfallen;
  • maximal EUR 500,00 für Einschreitens eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Bilanzbuchhalters bei der Beantragung des FKZ II angefallen sind, sofern das Unternehmen einen FKZ II von unter EUR 12.000 beantragt
  • Aufwendungen, die nach dem 1.6.2019 und vor dem 16. März 2020 konkret als Vorbereitung für die Erzielung von Umsätzen, die im Beobachtungszeitraum erzielt hätten werden sollen (frustrierte Aufwendungen)
  • Aufwendungen für sonstige vertragliche betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen.

ACHTUNG: sofern bereits ein FKZ I beantragt wurde, können die Absetzung für Abnutzung, Leasingraten und frustrierte Aufwendungen (wahlweise mit branchenspezifischen Durchschnittswerten) aus der FKZ I im FKZ II „nachgeholt“ werden (aber keine doppelte Berücksichtigung).

 

GIBT es Vereinfachungen?

Unternehmen bis EUR 100.000 Umsatz im letztveranlagten Jahr können die Fixkosten mit pauschal 30% des Umsatzausfalles ansetzen, sofern die Unternehmen die überwiegende Einnahmenquelle darstellen!

 

WAS bedeutet UMSATZAUSFALL und für WELCHE Periode wird dieser ermittelt?

Basis = jene für die Veranlagung maßgeblichen Waren- und/oder Leistungserlöse


Variante 1:

 

FKZ I beantragt FKZ I beantragt FKZ I nicht beantragt
Betrachtungszeitraum endet vor dem 1.7.2020 Betrachtungszeitraum endet nach dem 30.6.2020
Betrachtungszeitraum 3. und 4. Quartal 2020 4. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021 4. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021
Vergleichszeitraum 3. und 4. Quartal 2019 4. Quartal 2019 und 1. Quartal 2020 4. Quartal 2019 und 1. Quartal 2020


Variante 2:

Alternativ können folgende Beobachtungszeiträume und Vergleichszeiträume herangezogen werden:

 

Beobachtungszeitraum Vergleichszeitraum
A 16.6.2020 bis 15.7.2020 16.6.2019 bis 15.7.2019
B 16.7.2020 bis 15.8.2020 16.7.2019 bis 15.8.2019
C 16.8.2020 bis 15.9.2020 16.8.2019 bis 15.9.2019
D 16.9.2020 bis 15.10.2020 16.9.2019 bis 15.10.2019
E 16.10.2020 bis 15.11.2020 16.10.2019 bis 15.11.2019
F 16.11.2020 bis 15.12.2020 16.11.2019 bis 15.12.2019
G 16.12.2020 bis 15.1.2021 16.12.2019 bis 15.1.2020
H 16.1.2021 bis 15.2.2021 16.1.2020 bis 15.2.2020
I 16.2.2021 bis 15.3.2021 16.2.2020 bis 15.3.2020
  • maximal 6 zeitlich zusammenhängende Zeiträume
  • keine Zeiträume, für die bereits ein FKZ I beantragt wurde

 

WAS ist zu beachten, wenn bereits ein FKZ I beantragt wurde?

Sofern bereits ein FKZ I beantragt wurde, regelt die Richtlinie den Beginn des Beobachtungszeitraums des FKZ II wie folgt:

  FKZ I endet vor dem 16.6.2020 FKZ I endet nach dem 15.6.2020 kein FKZ I beantragt
Beobachtungszeitraum I für FKZ II 16.6.2020 bis 15.7.2020 direkt anschließend an das Ende des FKZ I frühestens ab 15.9.2020

 

Ab welcher Höhe des UMSATZAUSFALLS erhält man einen FKZ II Zuschuss?

Mindestumsatzausfall = 30 %

Mindest FKZ II = 500 EUR

 

WIE HOCH ist der Fixkostenzuschuss II?

Der Fixkostenzuschuss II entspricht dem Prozentsatz des Umsatzausfalls:

Umsatzausfall Fixkostenzuschuss Anmerkung
kleiner 30 %
ab 30% gleich dem Umsatzausfall in % sofern FKZ mindestens EUR 500

 

WELCHE Fixkosten-Perioden sind heranzuziehen?

Periode des Umsatzausfalles Fixkosten
3. und 4. Quartal 16.6.2020 bis 15.12.2020
4. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021 16.9.2020 bis 15.3.2021
abweichender Zeitraum Zeitraum des Umsatzausfalls (=abweichender Zeitraum)

 

WIE erfolgt die Auszahlung und Beantragung?

Frist zur Antragstellung:               31.8.2021

Tranche 1 = 50%             ab 16.9.2020 (bestmögliche Schätzung)

Tranche 2 = Rest             ab 16.12.2020

Portal :                                              FinanzOnline

Zuständigkeit:                                  COFAG

 

Die Höhe der Umsatzausfälle und der Fixkosten ist durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter zu bestätigen und einzubringen. Bilanzbuchhalter dürfen eine solche Bestätigung nur für Unternehmen erteilen, deren Bilanzen sie gemäß § 2 Abs. 1 Z 2 Bilanzbuchhaltungsgesetz 2014 (BiBuG 2014), BGBl. I Nr. 191/2013, erstellen dürften.

Ausnahmen zur Bestätigungsverpflichtung:

Tranche 1 bis EUR 12.000 oder Pauschalierung

Tranche 1 über EUR 12.000 bis EUR 90.000 > Plausibilitätsbestätigung

Hinweis:

Im Zusammenhang mit dem Fixkostenzuschuss II sind Bestätigungen abzugeben, über die wir gerne im Detail im Rahmen eines Beratungsgespräches informieren!

 

Zusammenfassung

  • der Fixkostenzuschuss II kann unabhängig vom Fixkostenzuschuss I beantragt werden
  • sofern ein FKZ I beantragt wurde, sind Doppelberücksichtigungen ausgeschlossen
  • im FKZ II können nun auch die Absetzung für Abnutzung („Abschreibungen“), Leasingraten und eine „fiktive Absetzung für Abnutzung „ für bewegliche Wirtschaftsgüter, die sich nicht im Eigentum des Antragstellers befinden, berücksichtigt werden
  • nicht beantragte Aufwendungen für Absetzung für Abnutzung und Leasingraten im FKZ I können im FKZ II nachgeholt werden
  • Höchstbeobachtungszeitraum = 6 zusammenhängende Monate
  • keine freie Wahl des Beginns des Beobachtungszeitraums
  • Mindestumsatzausfall = 30%
  • die Zuschusshöhe entspricht dem %-Satz des Umsatzausfalls, d.h. es ist eine 100% Bezuschussung der Fixkosten möglich
  • Auszahlung in 2 Tranchen möglich
  • Beantragung bis spätestens 31.8.2021
  • kein Rechtsanspruch

 

Die obigen Ausführungen stellen lediglich eine Übersicht der wesentlichen Bestimmungen zum Fixkostenzuschuss II dar und ersetzen keinesfalls eine ausführliche Beratung und Prüfung der tatsächlichen Fördervoraussetzungen und optimalen Beobachtungszeiträume.

 

UPDATE INVESTITIONSPRÄMIE (Stand: 27.8.2020)

 Die Investitionsprämie, geregelt im Investitionsprämiengesetz (InvPrG) darf als eine der wesentlichen Investitionsanreize im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise bezeichnet werden.

Wir haben über die wesentlichen Eckpfeiler dieser Unterstützung bereits berichtet und möchten nachfolgend eine möglichst umfassende Erläuterung zur Verfügung stellen, allerdings mit dem Vorbehalt, dass nach wie vor seitens der zuständigen Behörden Anfragen zu unklaren bzw. offenen Punkten beantwortet werden und deshalb noch Änderungen in einzelnen Bereichen möglich sind und die nachfolgenden Ausführungen eine Beratung im Bedarfsfall nicht ersetzen kann:

WAS ist die Investitionsprämie?

Die Investitionsprämie stellt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss für Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen dar. Durch den Zuschuss sollen aufgrund der positiven Wirkung auf die Rentabilität und mögliche Erleichterungen der Finanzierbarkeit Anreize für Investitionen geschaffen und die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich positiv beeinflusst werden.

Der Zuschuss ist nicht steuerpflichtig und soll darüber hinaus auch die Anschaffungskosten und damit die Absetzung für Abnutzung (steuerliche Abschreibung) nicht kürzen, wodurch der Zuschuss zu 100% auf das Eigenkapital (stärkend) wirkt.

nicht rückzahlbarer ZUSCHUSS

nicht steuerpflichtig

keine Kürzung der steuerlichen Abschreibung

WER ist berechtigt, eine Investitionsprämie in Anspruch zu nehmen?

  • Unternehmer im Sinne des § 1 UGB (Unternehmensgesetzbuch)

Das Gesetz stellt auf den Unternehmerbegriff des Unternehmensgesetzbuches ab. Dieses definiert ein Unternehmen als jede auf Dauer angelegte Organisation selbständiger wirtschaftlicher Tätigkeit, mag sie auch nicht auf Gewinn gerichtet sein.“

Nach aktuellen Informationen umfasst der Unternehmerbegriff i.S.d. Investitionsprämiengesetzes einen sehr weiten „Kreis“ an „Unternehmen“ jeglicher Größenordnung und aus jeder Branche!

 EMPFEHLUNG der CONVISIO

Informieren Sie sich rechtzeitig, ob sie das Förderkriterium „Unternehmen“ erfüllen bzw. welche Maßnahmen unter Umständen ergreifbar sind, um den Status eines Unternehmers iSd Gesetzes zu erlangen!

Bei entsprechender Berücksichtigung der Rahmenbedingungen für die Förderfähigkeit eines Investitionsprojekts ergeben sich unter Umständen interessante Möglichkeiten, auch bei Investitionen im außerbetrieblichen Bereich in den Genuss der Investitionsprämie zu kommen.

 

Nicht förderfähig sind u.a. Unternehmen und Gesellschaften, wenn gegen sie oder gegen einen geschäftsführenden Gesellschafter zum Zeitpunkt der Antragstellung

  1. ein Insolvenzverfahren anhängig ist oder
  2. die gesetzlich vorgesehenen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens auf Antrag der Gläubiger erfüllt sind

oder auch solche, die gegen sonstige österreichische Rechtsvorschriften, deren Verletzung gerichtlich strafbar ist, verstoßen.

 

  • Neuinvestitionen:

Neuinvestitionen betreffen neue, aber auch gebrauchte Wirtschaftsgüter, soweit diese erstmalig im Unternehmen bzw. Unternehmensverbund (Konzern) aktiviert werden.

Die förderbaren Investitionen betreffen solche in das abnutzbare Anlagevermögen, egal ob es sich um materielle oder immaterielle Wirtschaftsgüter handelt, wobei auch GWG (geringwertige Wirtschaftsgüter) förderbar sind.

Die Palette förderbarer Investitionen im Rahmen der Investitionsprämie ist entsprechend weit, si umfasst beispielsweise:

  • Errichtung von Produktions-, Lager- oder Bürogebäuden
  • Kauf von Maschinen und maschinellen Anlagen
  • Kauf von software
  • Kauf von hardware (EDV-Anlagen, Drucker, Kopierer, Bildschirme etc.)
  • Kauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung
  • Errichtung einer Photovoltaikanlage
  • thermische Sanierungen
  • Klimatisierung und Kühlung
  • ….

Insbesondere im Zusammenhang mit der „Sanierung“ bzw. „Erneuerung“ von Gebäuden und Gebäudeteilen wird der Unterscheidung zwischen Herstellung und Instandhaltung besondere Bedeutung zu kommen, da Herstellungsaufwendungen aktivierungspflichtig sind und Instandhaltungsaufwendungen nicht.

 

ACHTUNG: es gilt eine Sperrfrist von 3 Jahren, d.h. die geförderten Gegenstände müssen ab Abschluss der Investition mindestens 3 Jahre in der Betriebsstätte behalten werden. Sollte ein Ausscheiden aufgrund von höherer Gewalt oder technischen Gebrechen erfolgen, so wird die Sperrfrist nicht verletzt, sofern eine Ersatzinvestition getätigt und insgesamt die Sperrfrist eingehalten wird.

 

nicht förderbar sind:

  • Investitionen in die Errichtung bzw. die Erweiterung von Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen sowie die Errichtung von Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen, wie
  • Anlagen zur Gebäudekonditionierung und Warmwasserbereitung auf Basis fossiler Energieträger
  • Anlagen zur Erzeugung von Prozesswärme (ausgenommen Investitionen in bestehende Anlagen, die fossile Energieträge nutzen, wenn)
  • substanzielle Treibhausgasreduktion (von mehr als 10 %) erzielt wird
  • Treibhausgasreduktion von 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr im Regelbetrieb erzielt wird
  • Investition für erste welche Maßnahmen vor 1.8.2020 bzw. nach 28.2.2021 gesetzt
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen (ausgenommen finance lease)
  • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z.B. Privatanteile als Bestandteil der Investitionskosten)
  • Erwerb von Gebäuden, Gebäudeanteilen (z.B. Geschäftslokalen) und Grundstücken
    • (ausgenommen Direkterwerb von Befugten iSd § 117 Abs 4 GewO (z.B. Erwerb von einem Bauträger, sofern dieser mit der Maßnahmen nicht vor dem 1.8.2020 begonnen hat)
  • Erwerb von Grundstücken
  • Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind
  • Kosten, die aus einem Unternehmenskauf/einer Unternehmensübernahme resultieren
  • Beteiligungen, sonstigen Gesellschaftsanteilen oder Firmenwerte
  • Finanzanlagen
  • HINWEIS Umsatzsteuer: Wenn abzugsfähig keine Förderung, wenn nicht Vorsteuer-abzugsberechtigt, dann förderbar
  • Investitionen in die Errichtung bzw. die Erweiterung von Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen sowie die Errichtung von Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen
    • Luftfahrzeuge, PKW, Lastkraftwägen, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Schiffe, die dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen oder fossile Energieträger direkt nutzen. (VORSICHT: Direkt nutzen bedeutet eine technisch funktionale Verbindung mit der Anlage!!! – NICHT von der direkten Nutzung erfasst sind die Auswirkungen der Anlage auf Gesamtbauwerke!)

 

förderfähige PKW förderfähige Nutzfahrzeuge
1)      Personenbeförderung = Plug-In Hybrids + Range Extender-Fahrzeuge zur Personenbeförderung (Klasse M1) sofern vollelektrische Reichweite min 40 km + max. EUR 70.000 Anschaffungskosten

2)      Für ALLE = Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge, (HINWEIS es muss nachgewiesen werden, dass Strom für Betreib aus erneuerbarer Energie stammt – Beilage Stromliefervertrag!!!) -à dann auch 14%

 

1)      Güterbeförderung = Plug-In Hybrids + Range Extender-Fahrzeuge zur Güterbeförderung (Klasse N1) sofern vollelektrische Reichweite min 40 km + max. EUR 70.000 Anschaffungskosten

2)      Selbstfahrende Baumaschinen, nur wenn energieeffizient (Stufe 5)

3)      E-Sonderfahrzeuge (z.B. E-Stapler, E-Baumaschinen, E-Traktoren) à dann auch 14%

 

Leasingfinanzierung und Mietkauf:

Bei leasingfinanzierten Wirtschaftsgütern hängt die Förderbarkeit davon ab, ob das Wirtschaftsgut beim Leasingnehmer zu aktivieren ist (Finanzierungsleasing), dies kann unter gewissen Rahmenbedingungen der Fall sein!

Beim Mietkauf wird das Wirtschaftsgut in vielen Fällen beim Mieter aktiviert, ist dies der Fall, hat der Mieter auch einen Anspruch auf die Investitionsprämie.

Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihre(r)m CONVISIO – Berater(in).

 

  • Erstmaßnahmen sind Maßnahmen, wie z.B. Anzahlungen, Bestellungen, Lieferungen, Leistungen, Abschluss eines Kaufvertrages, Baubeginn – diese müssen ab 1.8.2020 bis spätestens 28.2.2021 erfolgen!
  • auch Teilinvestitionen eines Projekts sind förderfähig!

 

WIE hoch ist die Förderung ?

 

Der Zuschuss beträgt im Regelfall 7% der aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten und für gewisse „besondere Investitionen“ 14% !

 

Für folgende Maßnahmen beträgt die Investitionsprämie 14% der Nettokosten:

  • Ökologisierungsinvestitionen
    • Wärmepumpen
    • Biomasse Einzelanlagen und Mikronetze
    • Anschluss an Nah-/Fernwärme
    • Thermische Solaranlagen inkl. Großanlagen
    • Thermische Gebäudesanierung
    • Energiesparen in Betrieben
    • Klimatisierung und Kühlung
    • Abwärmeauskopplung
    • Nahwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger
    • Stromproduzierende Anlagen in Insellagen
    • Biomasse Kraft-Wärme-Kopplung und Holzgaserzeugung zur Eigenversorgung
    • Energetische Nutzung biogener Roh- und Reststoffe
    • Herstellung biogener Brenn- und Treibstoffe
    • Erneuerbarer Wasserstoff und erneuerbare Gase
    • Investition zur Luftreinhaltung
    • Kreislaufwirtschaft – Rohstoffmanagement
    • Umweltschonende Bewirtschaftung gefährlicher Abfälle
    • Kreislaufwirtschaft – Abfälle
    • Photovoltaikanlagen und Stromspeicher
    • Ökostromanlagen
    • Forcierung der Elektromobilität
    • Weitere alternative, fossil-freie Antriebe
    • Radverkehr und Mobilitätsmanagement
    • Investitionen zum primären Zwecke der Wassereinsparung
    • Investitionen zum primären Zwecke des Schutzes der Biodiversität

 

  • Digitalisierungsinvestitionen
    • Gewisse Hardware
    • Neuanschaffung von Software
    • Infrastruktur exklusive bauliche Maßnahmen

 

  • Gesundheitsinvestitionen und Life Science Investitionen
    • Investitionen in Anlagen zur Entwicklung und Produktion von pharmazeutischen Produkten für den human- und veterinärmedizinischen Bereich.
    • Investitionen in Anlagen zur Herstellung von Produkten, die in Pandemien von strategischer Bedeutung

 

 Hinweise

  • Kommt es im Rahmen eines Investitionsprojekts zu Investitionen in Gegenstände, die mit einer 14% Investitionsprämie gefördert werden und zu Investitionen in Gegenstände, die mit einer 7% Investitionsprämie gefördert werden („gemischte Investition“), so wird jeder betroffene Teil der Gesamtinvestition gesondert betrachtet

Beispiel: die XYZ-GmbH investiert errichtet ein neues Gebäude für die Produktion um EUR 2.000.000. Dabei wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage um EUR 200.000 errichtet.

Die Förderhöhe beträgt in diesem Fall 7% für das Gebäude und 14% für die Photovoltaikanlage

 

  • Ihr(e) CONVISIO Berater(in) informiert Sie gerne im Detail anhand der aktuellen Richtlinien zur Investitionsprämie, ob ihre Investition förderbar ist und ob sie unter die „besonderen“ Investitionen mit dem erhöhten Fördersatz fallen!

 

WIE erfolgt die Antragstellung ?

 

Die Antragstellung für die Investitionsprämie erfolgt direkt bei der Austria Wirtschaftsservice GmbH (kurz AWS) über den AWS Fördermanager

 

link: https://foerdermanager.aws.at

  • Antragstellung:
  • Im Zuge der Antragstellung erklärt die Förderungswerberin bzw. der Förderungswerber und sichert zu, dass die Bedingungen der Richtlinie und die in dem Antrag enthaltenen sonstigen Bedingungen eingehalten werden
  • Der Antrag wird vom gesetzlichen Vertreter bzw. vom Förderungswerber (in) rechtsverbindlich unterfertigt
  • Vervollständigungen sind durch bevollmächtigte Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Bilanzbuchhalter möglich

 

  • Prüfung und Entscheidung:
  • automatisierte Prüfung, in Ausnahmefällen manuelle Prüfung
  • Abrechnung und Auszahlung:
  • spätestens 3 Monate nach Abschluss der Investition über die Eingabemaske der AWS
  • rechtsverbindliche Bestätigung der Erfüllung aller Auflagen und Bedingungen
  • Vorlage der Rechnungen und Zahlungsbelege auf Verlangen der AWS
  • Bestätigung durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter ab einer Zuschusshöhe von EUR 12.000
  • Prüfung durch AWS
  • Auszahlung
    • einmalig bis zu einem Investitionsvolumen von EUR 20 Mio.
    • ab einem Investitionsvolumen von EUR 20 Mio. kann in 2 Tranchen zu je 50% ausbezahlt werden
  • möglich ist eine ex-post Prüfung durch die Steuerbehörden
  • Förderzusage (wesentliche Punkte) 

WAS geschieht, wenn die beantragte Investitionshöhe von der tatsächlichen Investitionshöhe abweicht ? 

Investition > beantragte Investitionshöhe Investition < beantragte Investitionshöhe
Zuschuss auf Basis der beantragten Investitionshöhe aliquote Kürzung der Prämie

 

BESTEHT die Gefahr aufgrund einer zu späten Beantragung mangels budgetärer Mittel keine Förderung zu bekommen ?

Mit 27.8.2020 wurde das first come – first serve Prinzip aufgehoben, da nunmehr unbegrenzte Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Die Gefahr, trotz grundsätzlicher Anspruchsberechtigung, aufgrund fehlender Mittel nicht zum Zug zu kommen, besteht daher, entgegen der ursprünglichen Mitteilungen, nicht!

 

WAS geschieht, wenn man parallel Überbrückungskredite, garantierte Kredite, Umweltförderungen in Anspruch genommen hat?

 Die Inanspruchnahme anderer Beihilfen, wie Umweltförderungen, garantierte Kredite o.ä. haben keine Einfluss auf die Investitionsprämie, eine Kürzung oder ein Ausschluss aus der Beanspruchung des Zuschusses besteht daher nicht.

 

WAS ist sonst zu beachten ?

  • Die Förderungsvergabe erfolgt chronologisch, d.h. nach Maßgabe des Einlangens der Anträge
  • mit dem Antrag hat der Unternehmer einige Bestätigungen abzugeben
  • folgende Auflagen und Bedingungen sind in der Förderzusage einzuhalten:
    • ein vorbehaltlos unterfertigter Förderungsantrag
    • Einhaltung der oben angeführten Sperrfrist von 3 Jahren
    • Mitteilungspflicht bei Änderungen an die AWS
    • Gewährung von Einsicht in Bücher gegenüber Organen oder Beauftragten des Bundes und der EU und Besichtigung an Ort und Stelle
    • Aufbewahrungsfrist 10 JAHRE!
    • Anspruch aus einer gewährten Förderung darf weder durch Abtretung, Anweisung oder Verpfändung noch auf andere Weise verfügt werden
  • Die Richtlinie enthält unter Punkt 6.7 das Thema „Kontrolle“, um Fördermissbrauch zu vermeiden
  • Die Einstellung der Förderung (vorläufig oder endgültig) und Rückzahlungsverpflichtungen werden unter Punkt 6.8. der Richtlinie behandelt

 

ZUSAMMENFASSUNG

  1. bei der Investitionsprämie handelt es sich um einen verlorenen Zuschuss für den Erwerb oder die Errichtung von abnutzbarem Anlagevermögen im Rahmen des Unternehmens. Der Zuschuss beträgt im Regelfall 7% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, in besonderen Fällen 14%.
  2. zuschussberechtigt sind Unternehmer iSd § 1 UGB, unabhängig von der Größen, Branche oder Bestandsdauer
  3. die Beantragung erfolgt ab 1.9.2020 bis spätestens 28.2.2021 über das Förderportal der AWS
  4. mit der Investition muss vor dem 1.3.2021 begonnen worden sein, nicht aber vor dem 1.8.2020
  5. die Investition muss bis zum 28.2.2022 abgeschlossen sein, Investitionen ab EUR 20 Mio. müssen bis zum 28.2.2024 abgeschlossen sein
  6. die Abrechnung und Auszahlung erfolgt spätestens 3 Monate nach Abschluss der Investition
  7. die Auszahlung erfolgt einmalig, ab EUR 20 Mio. Investitionsvolumen in 2 Tranchen möglich
  8. ab EUR 12.000 Zuschusshöhe erfolgt zusätzlich eine Bestätigung durch den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter
  9. eine ex-post Prüfung durch die Steuerbehörden ist möglich

 

Wir empfehlen unseren Klienten, sich bei Bedarf an den zuständigen Ansprechpartner in der CONVISIO zu richten. Diese(r) wird Sie möglichst umfangreich und vollständig informieren und Sie gerne bei Fragen und  Antragstellungen unterstützen.

 

Corona Info vom 23.11.2020

Corona Info vom 06.11.2020

Corona Info vom 01.11.2020

Abschreibung, Tarifänderung, Stundung

Senkung Umsatzsteuer, Investitionsprämie

Anbei finden Sie unser update zu folgenden Themen als download:

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Corona Info Non-profit Organisationen

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Corona Info update inkl. Start-up

Härtefall Fonds Phase 2:

Nachdem nun die adaptierte Förderrichtlinie für die Phase 2 veröffentlicht wurde, dürfen wir ergänzend zu den letztergangenen Informationen einige Erklärungen und Details in der zum Download zur Verfügung gestellten Klienteninfo bekannt geben.

Kurzarbeit

Die Covid – 19 Kurzarbeit wirft nach wie vor unzählige Detailfragen im Zusammenhang mit der laufenden Abrechnung auf. In der zum Download zur Verfügung gestellten Klienteninfo vom 06.05.2020 dürfen wir zu folgenden Themenbereichen informieren:

– vorläufige Abrechnungen im Zusammenhang mit COVID-19 Kurzarbeit
– Arbeitszeitaufzeichnungen
– Kurzarbeit Durchrechnungszeitraum

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Fixkostenzuschuss, ``Wirtshaus-Paket``, Epidemiegesetz

Information der Kammer der Wirtschaftstreuhänder zur Einreichfrist

Wir haben vor wenigen Tagen erste Details zum Fixkostenzuschuss bekannt gegeben. Nunmehr wurde die entsprechende Verordnung des Bundesministers für Finanzen erlassen und veröffentlicht. In der zum Download zur Verfügung gestellten Klienteninfo dürfen wir zu den wesentlichen Bestimmungen informieren.

Wir empfehlen unseren Klienten daher, sich bei Bedarf an den zuständigen Ansprechpartner in der CONVISIO zu richten. Diese(r) wird Sie möglichst umfangreich und vollständig informieren und Sie gerne bei Fragen und Antragstellungen unterstützen.

 

Disclaimer: Diese Infos sind ein kostenloses Service Ihres Steuerberaters. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Es können daraus keinerlei Haftungsansprüche geltend gemacht werden. Diese Info stellt eine Basisinformation dar, die eine detaillierte Information und Beratung nicht ersetzen kann. Gerne beraten wir Sie dazu im Detail.

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