Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

Eines der bedeutendsten Instrumente der wirtschaftlichen Unterstützungen für Betriebe in der Pandemie ist die Kurzarbeit. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurde dieses Instrument wieder verlängert.

Kurzarbeit

> Die erhöhte Förderung, d.h. die volle Kurzarbeitsbeihilfe (100% Beihilfe) wird für „besonders betroffene Unternehmen bis 31.3.2022 gewährt, selbst wenn der Lockdown früher endet.
(Besonders betroffene Unternehmen: Umsatzrückgang von mehr als 50% zwischen 3.Qu 2019 und 3. Qu 2020 bzw. direkt vom Lockdown betroffene Betriebe)

> Anträge auf COVID-19-Kurzarbeitsbeihilfe mit einem Beginn der Kurzarbeit während der Zeit eines verordneten Betretungsverbots können bis zu 3 Wochen nach Beginn der Kurzarbeit gestellt werden.

Beispiel: Beginn Kurzarbeit 22.11.21 – Ende Frist zur Antragstellung: 12.12.2021

> Kurzarbeit ist für maximal 24 Monate möglich und endet für Unternehmen, die seit März 2020 durchgehend in Kurzarbeit sind, spätestens am 31.3.2022. Aktuell laufende Anträge, die am 31.12.2021 auslaufen, könnten dann daher eventuell bis 31.3.2022 verlängert bzw. neu beantragt werden. Betriebe, die gesamt noch nicht 24 Monate in Corona-Kurzarbeit waren – können diese noch bis maximal 30.6.2022 beantragen.

> besonders betroffene Unternehmen mit einem laufenden Kurzarbeitsprojekt können einen Antrag auf Änderung einer laufenden Beihilfe mit der Begründung „Betretungsverbot“ stellen

> Die Verpflichtung für alle Unternehmen, mindestens 50% der Ausfallzeit von kurzarbeitenden Lehrlingen für Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen, entfällt für alle Unternehmen für die Monate November und Dezember 2021.

Das vorhergehende Beratungsverfahren für Betriebe, die in der Zeit vom 1.4.2021 bis 30.6.2021 nicht in Kurzarbeit waren, wird – vorbehaltlich der Änderungen in der Kurzarbeitsrichtlinie – bis 31.1.2022 ausgesetzt.

>Die Verpflichtung für alle Unternehmen, mindestens 50 % der Ausfallzeit von kurzarbeitenden Lehrlingen für Aus- und Weiterbildung zu nutzen, entfällt für die Monate November und Dezember 2021.

Es entfällt die Pflicht, die wirtschaftliche Begründung durch Steuerberater (etc.) bestätigen zu lassen:
⊗ für vom Lockdown DIREKT betroffene Unternehmen generell
⊗ für alle Unternehmen, die Kurzarbeit nur für die Zeit des Lockdowns beantragen.

Saisonstarthilfe für Tourismusbetriebe

Da gewisse Saisonbetriebe die Voraussetzungen für eine sofortige Kurzarbeitsbeihilfe nicht erfüllen können, erhalten geschlossene Saisonbetriebe, die ihr in Österreich gemeldetes Per-sonal zwischen 3.11. und 12.12.2021 einstellen, eine Saisonstarthilfe vom AMS in Höhe von 65% des Bruttogehalts inkl. Lohnnebenkosten. Diese Starthilfe gebührt bis inklusive dem ersten vollentlohnten Kalendermonat. Danach folgt entweder eine normale Beschäftigung oder (im Notfall) Kurzarbeit. Nahe Familienangehörige sind nicht förderbar.
(Anträge derzeit noch nicht möglich)

500 Euro Bonus für Langzeit-Kurzarbeitende

ArbeitnehmerInnen, die seit März 2020 mindestens 10 Monate und noch im November 2021 in Kurzarbeit waren/sind und im November 2021 einen Bruttolohn von weniger als 2.775 Euro aufweisen, voraussichtlich im April 2022 einen Bonus von 500 Euro netto.

Trinkgeldersatz

ArbeitnehmerInnen in Trinkgeldbranchen erhalten ab Dezember eine erhöhte Vergütung. Diese ergibt sich, indem die Bemessungsgrundlage für ihre Vergütung, aber auch für die Un-ternehmen zustehende Beihilfe um 5% erhöht wird. Unternehmen dieser Branchen (u.a. Beherbergung, Gastgewerbe, Frisör-, Kosmetiksalons) müssen gegenüber dem AMS im Zuge der Kurzarbeits-Projektdatei erklären, dass sie die Bemessungsgrundlage erhöhen, und die entsprechend höhere Vergütung an die Dienstnehmer auszahlen.

ACHTUNG: bitte melden Sie sich bei Ihrem/Ihrer Personalver-rechnerIn, damit wir für Sie wie gewohnt die administrativen Aufgaben iZm der Kurzarbeit rechtzeitig erledigen können.
Wir beantragen für Sie gerne die Kurzarbeit, wenn Sie sich bei uns melden, eine automatische Beantragung ohne Kontaktaufnahme mit unserem Büro erfolgt nicht!

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat die österreichische Bundesregierung einen weiteren generellen Lockdown verkündet. Dieser soll bekanntlich zunächst bis zum 12. Dezember 2021 anhalten und trifft unsere Wirtschaft, gerade vor bzw. im Weihnachtsgeschäft hart. Die Folgewirkungen, vor allem auf den Wintertourismus sind derzeit wohl kaum abschätzbar. Seitens des Finanzministeriums wurde bereits kundgetan, dass man auf die bestehenden Förderinstrumente zurückgreifen und Unternehmen die entsprechenden Unterstützungen anbieten wird:

Ausfallbonus

Der bereits bekannte Ausfallsbonus wird für die Monate November 2021 bis März 2022 eingeführt

 Mindestumsatzausfall: 40% im Vergleich zum jeweiligen Monat des Jahres 2019
 Betrachtungszeiträume sind: November und Dezember 2021, sowie Jänner, Februar und März 2022
 Vergleichsmonate:
o November 2021 November 2019
o Dezember 2021 Dezember 2019
o Jänner 2022 Jänner 2020
o Februar 2022 Februar 2020
o März 2022 März 2019

 Die Höhe der Ersatzrate richtet sich nach der Branchenzuordnung– 10%, 20%, 30% und 40%
 Deckelung: 80.000 Euro pro Monat
o Anrechnung Kurzarbeitsbeihilfen: die Summe aus Ausfallsbonus III und Kurz-arbeitsbeihilfen darf den Vergleichsumsatz nicht übersteigen
 Mindesthöhe: 100 Euro pro Monat
 Antragstellungsfristen:
Ausfallsbonus III für November 2021: 16. Dezember 2021 – 15. März 2022
Ausfallsbonus III für Dezember 2021: 16. Jänner 2022 – 15. April 2022
Ausfallsbonus III für Jänner 2022: 16. Februar 2022 – 15. Mai 2022
Ausfallsbonus III für Februar 2022: 16. März 2022 – 15. Juni 2022
Ausfallsbonus III für März 2022: 16. April 2022 – 15. Juli 2022

Verlustersatz

Verlängerung bis einschließlich März 2022

o Jänner 2022
o Februar 2022
o März 2022
 Durchgehender Zeitraum, allerdings sind die drei Verlustersatzregelungen getrennt zu sehen (> daher Lücken möglich!)
 Mindestumsatzausfall: 40%
 Höhe des Verlustersatzes:
Die Höhe des Verlustersatzes entspricht 70% der gemäß Punkt 4.2 ermittelten Bemessungsgrundla-ge. Bei Klein- oder Kleinstunternehmen gemäß der KMU-Definition des Anhangs I zur AGVO erhöht sich die Ersatzrate auf 90% der Bemessungsgrundlage
 Beantragung ab Anfang 2022
 Auszahlung: in 2 Tranchen möglich, aber nicht zwingend
o Tranche 1: bis zu 70% des voraussichtlichen Verlustersatzes
o Tranche 2: Restbetrag (30%) plus/minus Korrekturen ODER
gesamter Betrag im Zuge der Tranche 2

Härtefallfonds

Voraussetzung ist ein Einnahmenrückgang von mindestens 40%
 Betrachtungszeiträume: November 2021 bis März 2022
 Ersatzrate: 80% zuzüglich EUR 100,00 des Nettoeinkommensentfalls
 maximaler Rahmen: EUR 2.000,00
 Mindestbetrag: EUR 600,00

Kurzarbeit

Die Kurzarbeit soll erweitert werden
 Geplant ist eine Reduktion der Arbeitszeit auf bis zu 0%
 Die Ersatzraten sollen 80% bis 90% betragen

Im übrigen sollen Steuerstundungen, Herabsetzungen von Vorauszahlungen etc. wieder möglich werden, NPO-Fonds und VeranstalterInnen-Schutzschirm sollen bis März 2022 lau-fen und Garantien bis Juni 2022.

Mögliche Kombinationen
Homeoffice-Pauschale & Gastgärten
Übersicht und mögliche Kombinationen
Umsatzersatz indirekt betroffener Unternehmen
Lockdown-Ausfallbonus
18.12.2020
23.11.2020
06.11.2020
01.11.2020
Konjunkturstärkungsgesetz
Investitionsprämie
27.08.2020
15.03.2020
Die Homeoffice-Pauschale sieht steuerliche Begünstigungen für Arbeitgeber UND Arbeitnehmer vor. Lesen Sie nach
Schauen Sie in unser detailliertes PDF mit den möglichen Kombinationen der Förderungen. Gleich hier
Lesen Sie mehr über den Zusammenhang unmittelbarer und im Auftrag eines Dritten erbrachter Umsätze an direkt betroffene Unternehmen.
Richtlinien und Beispiele zum Ausfallbonus - hier im folgenden Artikel.
Lockdown von 26.12.2020 bis 18.01.2020 und die damit einhergehenden Unterstützungen. Informationen dazu im Download "Corona Info vom 20.12.2020".
Mit 23.11.2020 wurden zwei Richtlinien über maßgebliche öffentliche Unterstützungen zur Bewältigung der Corona-Krise veröffentlicht: Die Richtlinie zum Umsatzersatz, die Richtlinie zum Fixkostenzuschuss 800.000 und der Lockdown-Umsatzersatz. Siehe Downloads für weitere Informationen.
Information vom 06.11.2020: Wesentlichen Inhalte der Richtlinie zum Umsatzersatz für Sie zusammengefasst. Siehe Downloads für weitere Informationen
Aufgrund der steigenden Infektionen hat die Bundesregierung im Rahmen einer aktuellen COVID-19 Verordnung Maßnahmen gesetzt, die für viele Unternehmen weitreichende Konsequenzen hatten. Durch die verordneten Betretungsverbote bis 30.11.2020 gab es erhebliche Belastungen für die betroffenen Branchen, denen mit Unterstützungen begegnet wurde. Siehe Downloads für weitere Informationen.
Zur Stärkung der Liquidität im Zusammenhang mit der CORONA-Krise hat die österreichische Bundesregierung bereits eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt. Anbei möchten wir Sie über eine weitere Maßnahme informieren, die zusätzliche Liquidität für Unternehmen schaffen soll, die rückwirkende Verlustberücksichtigung. Siehe Downloads für weitere Informationen.
Wir empfehlen, gemeinsam mit Ihrem Berater die betrieblichen Einkünfte des Jahres 2020 bestmöglich abzuschätzen und abzuwägen, ob die Bildung einer COVID-19 Rücklage sinnvoll erscheint. Siehe Downloads für weitere Informationen.
Die Investitionsprämie, geregelt im Investitionsprämiengesetz (InvPrG) darf als eine der wesentlichen Investitionsanreize im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise bezeichnet werden. Siehe Downloads für weitere Informationen.
Wichtige Kurzinformationen, die ab März wöchentlich aktualisiert wurden. Siehe Downloads für weitere Informationen.

Archiv Corona-Informationen als download

Mögliche Kombinationen 08.03.2021

Umsatzersatz für indirekt betroffene Unternehmen

Ausfallbonus 19.01.2021

Corona Info vom 20.12.2020

Corona Info vom 23.11.2020

Corona Info vom 06.11.2020

Corona Info vom 01.11.2020

Abschreibung, Tarifänderung, Stundung

Senkung Umsatzsteuer, Investitionsprämie

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Ausfallbonus

Der bereits bekannte Ausfallsbonus wird für die Monate November 2021 bis März 2022 eingeführt:
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